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Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Bürglein

Wie im Chronikbuch der Freiwilligen Feuerwehr Bürglein nachzulesen ist, fand bereits am 24. Januar 1878 eine Gemeindeversammlung, die das Thema „Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr“ behandelte, statt. Am 5. März 1878 setzten dann 42 Männer dieses Vorhaben in die Tat um. Diese setzten sich zusammen aus 36 aktiven Feuerwehrmännern aus Bürglein und Böllingsdorf und 6 passiven Mitgliedern aus Bürglein und Gottmannsdorf.
Die erste Vorstandschaft, die schon am 24. Januar gewählt worden war, bestand aus folgenden Herren, die sämtliche in Bürglein wohnhaft waren:
Bauer und Bürgermeister Johann Urban Hufnagel als Vorstand
Bauer Johann Georg Hummel (heute vermutlich Anwesen Weidlich) als Hauptmann
Lehrer Johann Andreas Scheibenberger als Schriftführer und
Bauer Eberhard Zuckermandel (heute Anwesen Kögler) als Kassier.
Als Zeugwart wurde Wagnermeister Johann Schottner sen. (heute Anwesen Zellert) gewählt.
Nach der Überlieferung hat wohl schon vor der Gründung der freiwilligen Wehr eine Pflichtfeuerwehr bestanden, die wahrscheinlich der Gemeindeverwaltung unterstand. Diese Pflichtwehr bestand auch später noch, vermutlich bis zur Einführung der Feuerschutzabgabe. Durch häufigeres und intensiveres Üben wollte man jedoch die „Freiwilligen“ auf ein höheres Leistungsniveau bringen.
Am 8. April 1878 genehmigte die Gemeindeverwaltung Bürglein die bei der Vereinsgründung beschlossenen Statuten.
Die Chronik berichtet von einer „Löschmaschine“, die vermutlich von der Gemeinde für die Pflichtfeuerwehr angeschafft worden war, und die dann die Freiwillige Feuerwehr übernahm.
Spätestens im Jahr 1880 schaffte man dann die von Pferden gezogene Saug- und Druckspritze „Typ 1“ der Nürnberger Firma Justus Christian Braun für 1.000.- Mark an, die erstmals beim durch spielende Kinder verursachten Scheunenbrand des Mühlenanwesens Kundinger in Wendsdorf zum Einsatz kam.
Im Jahr 1882 vollzog sich ein grundlegender Wandel in der Vorstandschaft: Neuer Vorsitzender wurde Müllermeister Johann Friedrich Roth. Nachdem der bisherige Hauptmann Hummel dem Verein den Rücken gekehrt hatte, wählte die Versammlung den Schreinermeister Johann Leonhard Rosa (heute Anwesen Besendörfer) aus Bürglein zu dessen Nachfolger. Das Amt des Schriftführers übernahm der Lehrer Matthias Sturm und Kassier wurde der Bauer Johann Martin Wirth. Im selben Jahr brannte das Wohnhaus von Urban Zehnder (heute Jorg Zehnder) in Bonnhof.
Drei Jahre später übernahm der Kaufmann Georg Friedlein (heute Anwesen Köhler) den Posten als Hauptmann und der Bauer Johann Georg Röger aus Bürglein (heute Anwesen Vogelhuber) wurde Kassier. Schriftführer war unterdessen Lehrer Neusinger geworden, zu dessen Nachfolger im Jahr 1886 der Bauer und Besitzer der oberen Bäckerei Georg Dehner bestimmt wurde. Dieser übergab sein Amt ein weiteres Jahr später an den Hilfslehrer Erhard Käferstein.
1887 wurde die Wehr zum durch spielende Kinder entstandenen Scheunenbrand bei der Schmiede Zehmeister, 1890 zu einem Feuer in Schwaighausen gerufen.
In diesem Jahr wählte die Versammlung auch Johann Reichel, angeblich ein Schneider, dessen Identität nicht zuzuordnen ist, zum neuen Schriftführer.
Dass in dieser Zeit in der Freiwilligen Feuerwehr Zucht und Ordnung herrschten, zeigt der im Protokollbuch vermerkte Ausschluss des Mitgliedes Johann Kurz wegen „ungesetztem Betragen in der Generalversammlung“ im Jahr 1888. Eine Regelung, nach der Mitglieder nach dreimaligem unentschuldigtem Fehlen bei Übungen aus dem Verein ausgeschlossen werden, bestand ohnehin.
Im Jahr 1890 hielt die Wehr erstmals einen Ball mit der Kapelle Brunner aus Heilsbronn ab.
Im darauffolgenden Jahr fasste man den Beschluss, bei der Firma Magirus in Ulm eine Standarte zu bestellen. Seit 1892 spielt bei der Beerdigung eines Kameraden eine Trauermusik.
1893 konnte man an 14 Kameraden Ehrendiplome für 15-jährige Dienstzeit verteilen. 1895 rückte die Wehr zum Brand der beiden Anwesen Emmert und Endres nach Weiterndorf aus.
Der frühere Vorstand Johann Urban Hufnagel trat im Jahr 1896 die Nachfolge Johann Georg Rögers als Kassier an.
Die folgenden Jahre verliefen relativ ruhig. Außer der Teilnahme mit 18 Mann am 25-jährigen Feuerwehrjubiläum in Ammerndorf im Jahr 1898 und dem Einsatz beim Bauern Stephan Weiß in Betzendorf, wo 1901 durch Blitzschlag die Scheune in Brand geriet, geschah nichts besonderes.
Das eigentlich schon 1903 fällige 25-jährige Jubiläum der FFW Bürglein wurde  erst am 19. Juni 1904 gefeiert. Es lebten noch acht Gründungsmitglieder.
In diesem Jahr vollzog sich erneut ein gründlicher Wechsel in der Vorstandschaft: Der bisherige Vorsitzende Roth übergab seinen Posten an den Käufer der Mühle, Obermüller Johann Christoph Dietrich. Schriftführer wurde der Gast- und Landwirt Michael Volland sen. (heute Gasthaus Rosa); der Bauer Peter Vogelhuber wurde Kassier und Wagnermeister Johann Schottner jun. (heute Anwesen Geyer) übernahm das Amt als Zeugwart von seinem Vater.
1907 war unsere Wehr an den Löscharbeiten beim Anwesen Scheiderer in Wendsdorf beteiligt.
Während des I. Weltkrieges (1914 – 1918) standen 46 Kameraden im Feld. Sieben Mann sind gefallen, elf Mann wurden verwundet und ein Mann wurde vermisst.
Die zu Hause verbliebenen Kameraden mussten 1917 zum Scheunenbrand bei Meier nach Wendsdorf ausrücken. In diesem Jahr übernahm Hauptmann Friedlein kommissarisch das Amt des Schriftführers.
Fünf Jahre waren seit der letzten Generalversammlung am 11. Januar 1914 vergangen, als an der ersten Generalversammlung nach dem Krieg am 11. Januar 1919 ein Teil der alten Vorstandschaft erneuert wurde: Der Bauer und Bürgermeister Peter Vogelhuber wurde nun Kommandant, nachdem Georg Friedlein, der dieses Amt 33 Jahre lang ausgeübt hatte, zum Ehrenhauptmann ernannt worden war. Die Geschäfte des Schriftführers versah nun der Bürgleiner Bauer und Bürgermeistersohn Georg Lorenz Hufnagel. Sein Böllingsdorfer Bruder, der Bauer Johann Georg Hufnagel, wurde Kassier.
Ende des Jahres 1921 geriet in Bürglein durch Brandstiftung die Scheune von Johann Heinrich Brunner in Brand und einige Wochen später, Anfang 1922, desgleichen die Scheune von Johann Michael Mittemeyer, Bäckermeister in der oberen Bäckerei.
Irgendwann im Lauf der 1920er Jahre entstand durch die Gemeinde Bürglein unter Bürgermeister Peter Vogelhuber der Feuerlöschweiher in Böllingsdorf, heute allgemein „Güttlersweiher“ genannt.
An der Generalversammlung 1924 übernahm Georg Lorenz Hufnagel das Amt als Kommandant. Den dadurch freigewordenen Schriftführerposten erhielt dann der Schmiedemeister Georg Zehmeister.
Ein Kurzschluss an einem Motor in der Scheune des Bauern Johann Georg Seidel in Bürglein (heute Schreinerei A. und E. Rosa) rief 1924 einen Brand hervor, zu dessen Bekämpfung die FFW ausrückte.
Im Jahr 1927 legte Kommandant Hufnagel sein Amt nach unbegründeten Anschuldigungen ihm gegenüber im Wirtshaus nieder, um es drei Wochen später nach Stellen der Vertrauensfrage wieder aufzunehmen.
Am 10. Juni 1928 beging man die Feier des 50-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Bürglein bedingt durch die starke Inflation wohl im kleineren Rahmen.
Im Jahr 1929 wurde der frühere Kommandant Peter Vogelhuber zum Vorstand gewählt. Seinen Vorgänger im Amt, Johann Christoph Dietrich, ernannte die Versammlung in Anerkennung seiner 25-jährigen Vorstandstätigkeit zum Ehrenvorstand. Kassier war vom selben Tag an der Bauer Johann Georg Röger aus Böllingsdorf.
Der Beschluss aus diesem Jahr, künftig alljährlich einen Ball zusammen mit dem Männergesangverein „Liedertafel“ Bürglein abzuhalten, hatte wohl nicht sehr lange Gültigkeit.
In diesem Jahr brannte der Holzschuppen des Bauern Jakob Güttler in Böllingsdorf. Nur durch das schnelle Eingreifen der FFW Bürglein konnte größerer Schaden verhindert werden. Verursacher waren wieder einmal spielende Kinder.
Am 15. März 1929 kaufte die Wehr ihre erste Motorspritze, eine TS 5 von der Firma P. Ludwig für 3.970.- Mark. Am 15. Juli wurde diese ausgeliefert und bestand genau einen Monat später ihre Feuertaufe, als der Blitz die alte, direkt neben dem Pfarrhaus stehende und von den kleineren Bauern für die Unterbringung ihrer Ernte verwendete Pfarrscheune in Schutt und Asche legte.
Im Jahr 1931 fasste man den Beschluss, am hinteren Giebel des Gasthauses „Zur Post“ eine Schlauchtrocknungsanlage zu erstellen.
Eine Besichtigung der Gerätschaften der FFW im Jahr 1931 durch Herrn Bezirksbranddirektor Jäckle aus Erlangen brachte der Wehr lobende Anerkennung für den Zustand sämtlicher Geräte ein. Der Aufbewahrungsort derselben – in den alten Hypothekenbüchern Bürgleins wird ein „Spritzenhaus“ nebst einem „Brechhaus mit Höfchen und eingebauter Wohnung“ auf Flurnummer 414 erwähnt – wurde jedoch moniert. Durch den Gemeinderat erfolgte die Genehmigung zum Bau eines neuen Spritzenhauses. Andere Quellen berichten jedoch von einem Umbau des Altgebäudes. Der Auftrag ging jedenfalls für 1.050.- Mark an den örtlichen, damals noch im Gasthaus „Weißes Roß“ lebenden Bauunternehmer Johann Hacker.
Schon am 3. Dezember desselben Jahres konnte die Wehr in das neue oder umgebaute Spritzenhaus oberhalb der Friedenseiche einziehen.
1934 beschlossen die Mitglieder der Wehr, sich dem Feuerwehrheim anzuschließen.
Im Jahr 1936 schlug der Blitz in die Scheune von Müllermeister Mader in Wendsdorf ein, so dass diese erneut niederbrannte.
Ein Jahr später wurde der Zimmermann Konrad Zill (heute Anwesen Güttler) aus Bürglein Stellvertreter von Kommandant Hufnagel. Sein Vorgänger war Bezirksstraßenwärter und Bauer Josef Michael Heller aus Bürglein. Am selben Tag übergab Wagnermeister Johann Schottner jun. sein Amt als Zeugwart an seinen Sohn Friedrich.
Im Jahr des Ausbruchs des II. Weltkrieges (1939 – 1945) wurde die Bürgleiner Wehr zu einem Scheunenbrand des Bauern Johann Horneber nach Betzendorf gerufen.
Fast alle wehrfähigen Männer der Freiwilligen Feuerwehr Bürglein mussten im II. Weltkrieg als Soldaten ihren Mann stellen. Am 29. August 1942 wurde unsere Wehr erstmals zu einem Löscheinsatz nach einem Luftangriff nach Nürnberg gerufen. Dabei wurde die Saug- und Druckspritze vom Lanz-Bulldog oder vom Normag-Holzvergaser des Spar- und Darlehenskassenvereins Bürglein u. Umg. gezogen. Bis Kriegsende folgten noch ungezählte Einsätze unserer nicht im Feld stehenden Wehrmänner in Nürnberg. Lehrer Max Bauer, ein ehemaliger Nürnberger, stellte sich öfters als Schlepperfahrer zur Verfügung.
Am 16. März 1945 stürzte ein englischer Bomber im Kammerholz nahe Bürglein ab, nachdem er zuvor im Eulenberg noch eine Bombe abgeworfen hatte. Die Besatzung verlor dabei ihr Leben. Außer beschädigten Kirchenfenstern gab es im Dorf keine Schäden.
Beim Einmarsch der Amerikaner in Bürglein am 17. April 1945 entstand durch Infanteriefeuer der größte Brand in der Geschichte Bürgleins. Nur durch den Einsatz aller verfügbaren Kräfte, vornehmlich Frauen, Jugendlichen und Alten, gelang es, den Ort vor noch größerem Unheil zu bewahren. Dennoch brannten in Bürglein folgende Gebäude nieder:
Wohnhaus, Scheune, Stall und neue Scheune (heute Friedhard Hacker) von Konrad Zehnder, Wohnhaus und Scheune von Georg Schroll (heute Löslein), Wohnhaus von Friedrich Laun (heute Manfred Gaukler), Holzlege von Thomas Gsell (heute Walz), Scheune von Johann Leonhard Besendörfer, Scheune von Johann Leonhard Blümlein, Scheune von Johann Georg Seidel (heute Schreinerei A. und E. Rosa), Stall und Scheune von Georg Leonhard Wirth, hintere Scheune von Johann Michael Brunner, Holzlege und obere Scheune von Friedrich Weißkopf (heute Weinzierl) und die neue Pfarrscheune, an deren Stelle später das Gemeindehaus erbaut wurde. Die Pfarrscheune, die neue Scheune von Zehnder und die Holzlege von Weißkopf wurden nicht wieder aufgebaut. Bei diesen Kampfhandlungen um Bürglein fanden 21 deutsche Soldaten sowie unser Kamerad Johann Leonhard Besendörfer aus Bürglein den Tod. Böllingsdorf blieb – abgesehen von der durch die Wehrmacht gesprengten Mühlbachbrücke beim Anwesen Hacker und der dadurch zerstörten danebenstehenden Trafostation – unbeschadet.
Hoffen wir, dass unserer Wehr und unseren Heimatdörfern Bürglein und Böllingsdorf nie mehr solches Leid und solche Zerstörung widerfahren mögen.
Nach der bedingungslosen Kapitulation des Großdeutschen Reiches am 8. Mai 1945 kehrten die meisten unserer Soldaten nach und nach wieder in die Heimat zurück. Dennoch mussten in diesem Krieg zwölf unserer Kameraden für das Vaterland ihr Leben lassen. Es waren dies: Georg Röger, Friedrich Binz, Johann Höfling und Georg Stahl aus Böllingsdorf und Johann Blümlein, Johann Löslein, Georg Lauchs, Konrad Wirth, Konrad Weißkopf, Johann Vogelhuber, Georg Meyer und Hans Helmreich aus Bürglein.
Abschließend zu diesem Kapitel unserer Vereinsgeschichte steht im Chronikbuch geschrieben: „Wir verneigen uns in Ehrfurcht vor ihrem Opfer und gedenken auch aller anderer Opfer dieses Krieges.“
Nach dem Krieg war man gezwungen, die Wehr mit den verbliebenen Wehrmännern und Jugendlichen neu aufzubauen. Bei der ersten Generalversammlung nach dem Krieg am 15. Dezember 1946 wurde die Vorstandschaft fast vollständig erneuert: 1. Kommandant wurde nun Friedrich Weißkopf (heute Anwesen Weinzierl), dessen Stellvertreter Bürgermeister Johann Lorenz Rosa (heute Anwesen Bruno Friedrich Rosa). Neuer Schriftführer wurde Stefan Heinisch (heute Anwesen Beringer) und die Geschäfte des Kassiers versah jetzt Johann Brunner (heute Anwesen Weidlich).
Zwei Jahre später übernahm der Gastwirt Johann Michael Volland jun. das Amt des Kommandanten. Der bisherige 2. Kommandant Rosa gab sein Amt an Georg Ott ab, um seinerseits Peter Vogelhuber als Vorstand abzulösen. Die erste Amtshandlung des neuen Kommandanten Volland bestand darin, den früheren, langjährigen Kommandanten Georg Lorenz Hufnagel zum Ehrenkommandanten zu ernennen.
Im Jahr 1950 war unsere Wehr an den Löscharbeiten an den Stallungen der Weihersmühle, im darauffolgenden Jahr am Brand der Scheune des Anwesens Langzeuner in Wendsdorf beteiligt. Letzterer entstand durch Warmlaufen einer Maschine.
Im selben Jahr ernannte die Versammlung den Bäckermeister Johann Georg Herold (heute Anwesen Kolb) zum Ehrenmitglied.
1953 waren die Kameraden an zwei Löscheinsätzen beteiligt: Zunächst entstand durch Warmlaufen der Helmmaschine in der Hocheinfahrt von Georg Zehnder (heute Manfred Zehnder) in Bonnhof ein Feuer. Zwei Monate später setzten zündelnde Kinder den Stall und das Wohnhaus des Anwesens Hans Friedlein in Gottmannsdorf in Brand.
1953 war auch das Jahr der 75-Jahrfeier der Freiwilligen Feuerwehr Bürglein. Zum Festzug am 7. Juni kamen 28 Wehren aus der näheren Umgebung nach Bürglein. Als Festplatz diente die Wiese von Hans Kögler hinter dessen Anwesen.
Im darauffolgenden Jahr vollzog sich auf Kommandantenebene erneut ein Wechsel: 1. Kommandant wurde nun Konrad Blümlein, dessen Stellvertreter Friedrich Rosa (heute Anwesen Friedhelm Rosa).
Im Jahr 1957 brannte das Bauernhaus des Anwesens Johann Stefan Schindler in Betzendorf. Beim Zimmerbrand im Anwesens Hans Meier in Wendsdorf 1958, der durch ein vergessenes Bügeleisen entstand, kam bereits die am 29. November 1958 von der Firma Haas in Rehdorf gelieferte Tragkraftspritze TS 8/8 der Firma Metz zum Einsatz.
Diesen nun recht stattlich gewordenen Bestand an technischem Gerät zu warten und zu pflegen war ab 1959 Aufgabe von Johann Philipp Rosa (heute Anwesen Erich Rosa).
1960 schaffte man einen genormten Anhänger für die TS 8/8 an.
Am 25. Oktober 1960 legten die beiden Gruppen Georg Johann Güttler (Böllingsdorf) und Hans Wälzlein die Leistungsprüfung der Stufe I erfolgreich ab. Im darauffolgenden Jahr zogen die Gruppen Georg Zellert und Hans Lauchs sen. nach und ein weiteres Jahr später formierte sich noch eine fünfte Gruppe unter Bürgermeister Rosa.
In diesem Jahr errichteten die Kameraden auch den Schlauchtrockenturm am oberen Giebel des alten Gerätehauses.
Das Amt des 2. Kommandanten übernahm im Jahr 1963 der Gastwirt Georg Willi Oheimer. 1965 wurde Hans Wimmer zum Schriftführer gewählt.
Mit großem Stolz erfüllte es die Männer unserer Wehr, als im März dieses Jahres ihr Kommandant Konrad Blümlein zum Kreisbrandmeister ernannt wurde.
Ebenfalls in diesem Jahr war unsere Wehr der FFW Betzendorf behilflich, deren ausgelaufenen Löschwasserbehälter wieder zu füllen.
1966 wurde Hans Wälzlein Zeugwart. Außerdem verabschiedete man in diesem Jahr eine neue Satzung, welche die alte aus dem Jahr 1878 ersetzte.
Im Jahr 1967 kam die FFW Bürglein bei einem Brand am Müllplatz im Weißenbronner Graben nahe Bürglein zum Einsatz.
Am 30. Dezember desselben Jahres wählte die Versammlung einen 25-köpfigen Festausschuss, dessen Aufgabe es war, das Fest zum 90-jährigen Bestehen vorzubereiten. Am selben Tag übernahm Leonhard Hacker das Amt des Schriftführers.
Am 25. und 26. Mai 1968 konnte die Wehr dann ihren 90. Geburtstag feiern. Die Bauern Hans Ott und Johann Pirner stellten ihre Wiesen unterhalb des Dorfes hinter dem Anwesen Pirner als Festplatz für das 2.000 Mann fassende Festzelt zur Verfügung. Festwirt war Georg Willi Oheimer. Als Schirmherr konnte Landrat Konrad Rosenbauer gewonnen werden. Die Weihe der zuvor für 1.800.- DM bei der Firma Riedel in Diespeck angefertigten Fahne fand bei diesem Fest einen würdigen Rahmen. Die Patenschaft über diese Fahne übertrug man der FFW Heilsbronn. Am Festzug beteiligten sich 75 Wehren. Über den genauen Hergang des Festes fertigte Schriftführer Hacker ein ausführliches und sehr aufschlussreiches Festprotokoll.
Im Jubiläumsjahr musste unsere Wehr zu drei Einsätzen ausrücken: Zunächst entstand in zwei Scheunen und den Stallungen der Betzendorfer Anwesen Johann Stefan Schindler und Hans Neukam durch Blitzschlag ein Großbrand, wie ihn Betzendorf bis dato nicht gesehen hatte. Außerdem brannte die Stallscheune der Gastwirtschaft Löslein in Schwaighausen. Gegen Jahresende ist erneut der Löschwasserbehälter in Betzendorf ausgelaufen.
Kassier Johann Brunner übergab sein Amt im Jahr 1969 an Georg Rosa sen.
Am 23. April 1969 erhielt die FFW Bürglein erstmals ein Feuerwehrauto: Das vom Bund für den Zivilen Bevölkerungsschutz (ZB) erhaltene LF 16 TS musste wegen Platzmangel zunächst in der ehemaligen Dreschmaschinenscheune in Böllingsdorf untergestellt werden.
In diesem Jahr brannten am Müllplatz im Weißenbronner Graben einige Autoreifen. Außerdem war an der „Reitbrücke“, der zweiten Brücke zwischen Bürglein und Wendsdorf, ein Auto in Brand geraten.
Zwei Jahre später brach im Wohnhaus des Anwesens Georg Heindel (heute Anwesen Loos) in Böllingsdorf wegen eines schadhaften Kamins ein Feuer aus und bei Johann Zehnder (heute Jorg Zehnder) in Bonnhof galt es, einen Garagenbrand zu löschen.
Im selben Jahr wurde der Zeugwart Hans Wälzlein 2. Kommandant.
Noch kurz vor der Eingemeindung in die Stadt Heilsbronn schaffte die Gemeinde Bürglein im Jahr 1971 einen Schlauchanhänger für die Feuerwehr an.
Als wichtigstes Ereignis in diesem Jahr ist jedoch die Erstellung des Rohbaus für das neue Gerätehaus am Mühlbuck zu nennen.
Im Jahr 1972 musste unsere Wehr an einem Tag gleich zweimal ausrücken: Zuerst schlug der Blitz in ein Wohnhaus und eine Scheune in Großhaslach ein, später traf er noch eine Stallscheune in Petersdorf.
Am 3. Oktober 1973 konnte die Wehr in das neue Gerätehaus am Mühlbuck einziehen. Die Einweihungsfeier des Gebäudes mit den Sportler-Umkleideräumen und des neuen Sportplatzes fand am 1. Juni des darauffolgenden Jahres statt. Ein Zelt stand auf dem Sportplatz. Das alte Gerätehaus verkaufte die Stadt Heilsbronn an Familie Oheimer.
Im Jahr 1974 entstand wieder einmal ein Feuer am Müllplatz im Weißenbronner Graben.
Die von der FFW angeschaffte Sirene, die auf dem alten Schulhaus montiert wurde, ertönte erstmals bei einer Übung am 11. Oktober 1974.
Im Jahr 1975 übernahm der 2. Kommandant und Zeugwart Hans Wälzlein auch noch das Amt als 1. Vorstand. Seinen Vorgänger in diesem Amt, Johann Lorenz Rosa, ernannte die Versammlung aufgrund seiner 27-jährigen Vorstandstätigkeit sodann zum Ehrenvorstand. Zur Entlastung von Hans Wälzlein konnte 1977 Ernst Friedlein, Mieter auf dem Anwesen Pirner, als Zeugwart gewonnen werden.
Seit dem 1. Januar 1977 ist die FFW Bürglein mit schwerem Atemschutz ausgerüstet.
Am 25. November 1977 wurde aus 25 Kameraden ein Festausschuss gewählt, dessen Aufgabe es war, das 100-jährige Jubiläum der FFW Bürglein vorzubereiten. Dieses beging man dann vom 26. bis 28. Mai 1978 mit 72 Feuerwehren aus Nah und Fern und sieben Ortsvereinen. Als Festplatz überließ Georg Röger seine Wiese in Böllingsdorf. Die Schirmherrschaft übernahm diesmal Landrat Georg Ehnes. Auch über dieses Fest fertigte unser Schriftführer Hacker wieder ein interessantes und ausführliches Festprotokoll.
Der einzige Einsatz unserer Kameraden in diesem Jahr war beim Brand der Stallscheune des Anwesens Endres in Weiterndorf.
Rudolf Zehnder übernahm im Jahr 1979 den Posten als 2. Kommandant von Vorstand Wälzlein.
In diesem Jahr wurde unsere Wehr zu einem durch Blitzschlag verursachten Scheunenbrand auf das Anwesen Enser nach Schwaighausen gerufen.
Am 11. Juli 1981 war die FFW Bürglein voll im Einsatz, als durch das – wie es tags darauf in der Zeitung hieß – „Unwetter des Jahrhunderts“ die Keller der Bürgleiner Anwesen Höfling, Eder, Schottner, Strattner, Kögler, Schreinerei G. Rosa, Besendörfer, Paulus und Gemeindehaus und der Böllingsdorfer Anwesen Baugeschäft Hacker, G. Besendörfer und Däumler unter Wasser standen und ausgepumpt werden mussten. An diesem Tag rief die Polizei Katastrophenalarm für unser Dorf aus.
Der nächste Einsatz ließ drei Jahre auf sich warten: Im Keller des Anwesens Walter Distler in Böllingsdorf brannte eine Heizdecke. Ein paar Monate später war bei Walter Braun in Gottmannsdorf ein Zimmerbrand zu löschen.
Ein gründlicher Wechsel in der Vorstandschaft geschah im Jahr 1985: Konrad Blümlein wurde nun 1. Vorstand. Das dadurch freigewordene Amt als 1. Kommandant übernahm Rudolf Zehnder, dessen Nachfolger als 2. Kommandant der langjährige Gruppenführer Georg Wörlein aus Böllingsdorf wurde. Erstmals wurde damals in der Person von Hans Wälzlein auch ein 2. Vorstand gewählt. Konrad Blümlein wurde aufgrund seiner außerordentlichen Verdienste um die Freiwillige Feuerwehr Bürglein zum Ehrenkommandanten ernannt. Auch die Verdienste Hans Wälzleins wurden durch die Ernennung seiner Person zum Ehrenmitglied gewürdigt.
1985 brannte es in der Bäckerei von Alfred Gottlieb Gustav Imhof.
Im Jahr 1987 beschloss die Mitgliederversammlung eine Beitragserhöhung von 6.- DM jährlich auf 10.- DM.
Das 110-jährige Jubiläum unserer Wehr beging man am 4. und 5. Juni 1988 im kleinen Rahmen. Hierfür wurde das neue Zelt des Rad- und Motorsportclubs Bürglein am Gerätehaus aufgestellt. Dieses Fest nahm man auch zum Anlass, ein Vereinsbild der 77 Aktiven zu enthüllen. Die Schirmherrschaft wurde Herrn Staatssekretär Hans Maurer übertragen. Das Jubiläum fand am Sonntag seinen Ausklang in einer von den Besuchern sehr gut angenommenen Bilderschau mit dem Titel „Bürglein einst und jetzt“ im Gerätehaus.
Einen Großeinsatz aller umliegenden Wehren bescherte im Jahr 1989 der durch Blitzschlag entstandene Brand der Stallscheune von Hermann Bär in Gottmannsdorf.
Nachdem unser LF 16 TS im Jahr 1989 vom Bund vorübergehend stillgelegt worden war, kaufte die Stadt Heilsbronn dieses für 5.000.- DM auf, so dass die Wehr Bürglein nicht plötzlich ohne Feuerwehrauto da stehen musste. Wenig später erhielten wir jedoch vom Bund ein neues ZB-Fahrzeug des Typs LF 16 TS, das Karl Meyer am 15. September 1989 in Bonn abholte. Die Übergabe erfolgte eine Woche später in Gunzenhausen.
Am 18. Oktober 1990 schaffte die Stadt Heilsbronn für die FFW Bürglein ein neues Fahrzeug des Typs TSF der Firma Ziegler an, welches am 16. November feierlich übergeben wurde. Die TS 8/8 mitsamt Anhänger überbrachten Männer unserer Wehr am 21. Oktober 1990 der FFW Seitendorf.
So hatte die Freiwillige Feuerwehr Bürglein vorübergehend also drei Löschfahrzeuge zur Verfügung – welche andere Ortsteilwehr könnte das von sich behaupten!?
In diesem Jahr erfolgte auch die Ernennung von Georg Zellert zum Ehrenmitglied, der 42 Jahre lang aktiven Dienst tat und davon nicht weniger als 29 Jahre lang als Gruppenführer tätig war.
Das alte LF 16 TS verkaufte die Stadt Heilsbronn am 8. Januar 1991 für 6.000.- DM an eine Wehr in Krefeld.
Ehrenkommandant Konrad Blümlein, der nun seit fast 37 Jahren in der Vorstandschaft vertreten war, gab seinen Posten als 1. Vorstand im Jahr 1991 ab. Nach langem Suchen erklärte sich Zeugwart Ernst Friedlein bereit, dieses Amt zu übernehmen. Auch Hans Wälzlein ließ sich als 2. Vorstand von Dr. Peter Strattner ablösen, ebenso wie Kassier Georg Rosa sen. damals in Erwin Karl Steinbauer aus Böllingsdorf einen Nachfolger fand. Neuer Schriftführer wurde zum selben Zeitpunkt Bernhard Götz aus Böllingsdorf.
Beim Kellerbrand im Anwesen Rosa Stefani in Betzendorf im gleichen Jahr, wo sich Papier entzündet hatte, kamen erstmals beide neuen Fahrzeuge der FFW Bürglein – das LF 16 TS und das TSF – zum Einsatz. In diesem Jahr folgten noch drei Einsätze: Zunächst war ein Zimmerbrand im Anwesen Georg Reingruber (heute Anwesen Köhler) in Bürglein zu löschen. Wenig später wurde bei einem Verkehrsunfall an der Mühlbachbrücke in Bürglein technische Hilfeleistung nötig. Und schließlich brannte in Bonnhof noch der Holzschuppen von Jakob Schnell. Im darauffolgenden Jahr entstand durch Überlastung des Stromkreises ein Zimmerbrand in der Pizzeria von Biagio Denaro in Bürglein.
In diesem Jahr wurde auch beschlossen, künftig bei Beerdigungen von Kameraden von allen Ortsvereinen einen gemeinsamen Kranz niederzulegen und sich bei den Grabansprachen mit den anderen betroffenen Vereinsvorständen abzuwechseln.
Leonhard Hacker, der 24 Jahre lang als Schriftführer tätig war, wurde im Jahr 1993 zum Ehrenmitglied ernannt.
Im Jahr 1994 waren zwei kleinere Einsätze zu bestreiten: Zuerst musste im Kettelbach treibendes Öl gebunden werden, wenig später pumpte die Wehr die Baugrube von Bernd Reingruber (heute Anwesen Köhler) aus Bürglein aus, die durch eine beschädigte Wasserleitung voll Wasser gelaufen war.
Kassier Erwin Karl Steinbauer erklärte sich im Jahr 1995 bereit, zusätzlich das Amt als 2. Kommandant zu übernehmen.
In diesem Jahr endete auch die Dienstzeit von Kommandant Rudolf Zehnder als ZB-Zugführer, nachdem angekündigt worden war, dass der ZB-Zug aufgelöst wird, das ZB-Fahrzeug LF 16 TS jedoch unter der Führung des Landkreises weiterhin in Bürglein stationiert bleiben soll. ZB-Zugführer waren die jeweiligen Kommandanten der FFW Bürglein, Blümlein und Zehnder. Somit stellte unsere Wehr 26 Jahre lang den Zugführer.
Am 17. Juni 1995 veranstaltete man auf Anregung von Vorstand Friedlein erstmals ein Grillfest am Gerätehaus, welches sehr guten Anklang fand. Auch gab es in diesem Jahr wieder drei Alarmierungen: Die Wehr rückte zunächst nach Seubersdorf zum Brand eines Bauernhofes aus. Die Leistung unserer Wehr bei der Brandbekämpfung am Lagerhaus Einsiedler neben dem Bahnhof in Heilsbronn fand lobende Anerkennung. Auch bei einem durch einen überhitzten Herd hervorgerufenen Zimmerbrand bei Georg Sandner in Böllingsdorf wurden wir alarmiert.
Im Jahr 1996 wurde Roland Weidlich Zeugwart.
Nach dreijähriger Umbauzeit konnte am 13. April 1996 der Erweiterungsbau des Gerätehauses eingeweiht werden. Die Baukosten beliefen sich auf 357.000.- DM. Seitens der FFW Bürglein wurden 2.760 Arbeitsstunden geleistet. Im Zuge dieser Baumaßnahme stockte der Schützenverein „Adler“ Bürglein einen dritten Stock als Schützenheim auf.
Im Herbst dieses Jahres ließ man die Vereinsfahne beim Hersteller in Diespeck für 6.000.- DM restaurieren.
Das Jahr 1997 begann wenig erfreulich, als Männer unserer Wehr die Leiche eines sich erhängten Mannes bergen mussten. Ein paar Tage später war man an den Löscharbeiten beim Wohnhaus des Anwesens Hans Doran in Bonnhof beteiligt. Außerdem musste auf der Straße zwischen Böllingsdorf und Bonnhof ausgelaufenes Öl gebunden werden.
Seit dem 9. Januar 1997 ist die FFW Bürglein ein „eingetragener Verein“ mit dem vollständigen Namen „Freiwillige Feuerwehr Bürglein e.V.“
Am darauffolgenden Tag trat Erwin Hufnagel aus Bürglein die Nachfolge von Bernhard Götz als Schriftführer an, desgleichen Georg Rosa jun. die Nachfolge von Erwin Karl Steinbauer als 2. Kommandant.
Am 4. Juni 1997 traten mit Carola Steinbauer und Daniela Brosel aus Böllingsdorf die ersten beiden Mädchen der FFW Bürglein bei. Am 17. Juni folgten vier weitere Mädchen und neun Burschen. Somit konnte eine 15-köpfige Jugendgruppe auf die Beine gestellt werden.
Im November desselben Jahres schaffte der Verein eine zweite Sirene an, die auf dem Gerätehaus montiert wurde, nachdem die alte Sirene nicht überall im Dorf gut zu hören war.
Nachdem der ZB-Zug Ende 1997 endgültig aufgelöst worden war, mussten wir unser LF 16 TS im Dezember an den Landkreis Haßberge abgeben, so dass wir nun mit nur noch einem Feuerwehrauto etwas dürftig ausgestattet waren.      
Im Jahr 1998 wurde unsere Wehr zum Strohbrand auf einem Stoppelacker von Karl Löslein in Bürglein gerufen, wo eine heißgelaufene Presse das Stroh entzündet hatte. Des Weiteren wurde technische Hilfeleistung erforderlich, nachdem ein LkW auf der Staatsstraße 2410 einen Sack voll Kleber verloren hatte. Schließlich musste noch ein über die Straße gefallener Baum aus dem Wald von Georg Röger aus Böllingsdorf beseitigt werden.
In der Neujahrsnacht 1998/99 wurde die Wehr nach Heilsbronn gerufen, wo ein Feuerwerkskörper einen Baum in Brand gesteckt hatte.
Am 5. April 1999 erhielten wir von der FFW Heilsbronn endlich deren altes Löschfahrzeug LF 8, so dass die Einsatzbereitschaft unserer Wehr mit dem TSF und dem LF 8 nun wieder voll gegeben ist.
Bereits am 28. April 1999 trafen sich die Mitglieder des Vereins zu einer außerordentlichen Generalversammlung, um einen Festausschuss für unser 125-jähriges Jubiläum zu gründen. Zusätzlich zur bestehenden Vorstandschaft aus 1. Vorstand Ernst Friedlein, 2. Vorstand Dr. Peter Strattner, 1. Kommandant Rudolf Zehnder, 2. Kommandant Georg Rosa jun., Schriftführer Erwin Hufnagel, Kassier Erwin Karl Steinbauer, Zeugwart Roland Weidlich, Atemschutzwart Friedhard Hacker, den Vertrauensleuten Klaus Eder, Erwin Oheimer und Georg Vogelhuber und den Gruppenführern Herbert Pirner, Andreas Kolb, Helmut Hacker und Bernhard Götz wurden noch folgende Herren in den Festausschuss gewählt: Helmut Enßner, Karl Meyer und Manfred Gaukler aus Bürglein und Jürgen Hufnagel, Willi Vollet und Markus Vollet aus Böllingsdorf.
Weitere Einsätze in diesem Jahr waren der durch Brandstiftung entstandene Brand der Telefonzelle in Bürglein, der Großbrand des Raiffeisen-Lagerhauses in Heilsbronn, für den ein technischer Defekt verantwortlich war, und eine Alarmierung während eines Sturms am 2. Weihnachtsfeiertag.
Im Jahr 2000 wählte die Versammlung Dr. Peter Strattner zum 1. Vorstand und Reinhold Friedrich Schroll aus Böllingsdorf zu dessen Stellvertreter. Letzterer wurde somit automatisch auch Mitglied des Festausschusses, zu dessen Vorsitzenden später Dr. Strattner bestimmt wurde. Ernst Friedlein beendete bald danach seine Mitarbeit im Festausschuss.
Dann gab es in diesem Jahr für unsere Wehr zwei Einsätze zu bestreiten: Zuerst entstand durch Funkenflug von einer defekten Bremsanlage eines Zuges auf der Bahnstrecke Nürnberg-Ansbach ein Bahndammbrand. Gegen Ende des Jahres rückte die FFW Bürglein zur Fensterfabrik WERU nach Heilsbronn aus, wo sich in einem Sägespänesilo ein Glutnest gebildet hatte.
In der Generalversammlung 2001 ernannte Vorstand Dr. Strattner drei verdiente Mitglieder unserer Wehr zu Ehrenmitgliedern: Ernst Friedlein, der knapp 20 Jahre lang als Zeugwart amtierte und neun Jahre lang 1. Vorstand war, Andreas Kolb wegen seiner 28 Jahre langen Tätigkeit als Gruppenführer und Georg Wörlein für seine 15-jährige Gruppenführer- und zehnjährige stellvertretende Kommandantentätigkeit. Georg Wörlein hat darüber hinaus ungezählte Gruppen in Bürglein und auswärts für Leistungsprüfungen ausgebildet.
Im Laufe dieses Jahres nahm der Festausschuss noch die beiden Gastwirte Edelbert und Alfred Rosa in seine Reihen auf.
Schließlich wurde die FFW Bürglein noch zu einem durch technischen Defekt an einem Heißwasserboiler hervorgerufenen Brand auf das Fabrikgelände des Spielwarenherstellers Fleischmann nach Heilsbronn gerufen.
Der bisherige Schriftführer Erwin Hufnagel musste in der Generalversammlung 2002 krankheitsbedingt sein Amt an Gerhard Güttler aus Böllingsdorf abgeben, der dadurch automatisch auch Mitglied des Festausschusses wurde. Dafür schieden Bernhard Götz wegen Wegzugs und Erwin Hufnagel aus dem Festausschuss aus.
Zum selben Zeitpunkt genehmigten die Mitglieder auch den Antrag der Vorstandschaft, im Zuge der Währungsumstellung auf Euro den Jahresbeitrag für aktive und passive Mitglieder auf 5 €, den für fördernde Mitglieder auf mindestens 6 € festzusetzen.
Der Brand der Feldscheune von Martin Meyer zwischen Bonnhof und Gottmannsdorf bescherte unserer Wehr am Ostersonntag desselben Jahres den ersten Einsatz. Das darin gelagerte Stroh dürfte durch Brandstiftung Feuer gefangen haben. Beim Einsatz während eines Sturmes im gleichen Jahr musste in Böllingsdorf ein über die Straße liegender Baum aus dem Grundstück von Bernd Blümlein beseitigt werden. Zwei Tage später rückte die Freiwillige Feuerwehr Bürglein zum Brand eines Getreidefeldes von Hans Schiefer nach Höfstetten aus. Schließlich wurde die Bürgleiner Feuerwehr noch zu einem Zimmerbrand nach Heilsbronn gerufen.
Gegen Ende dieses Jahres legte auch noch Manfred Gaukler sein Amt als Festausschussmitglied nieder.
Gleich zu Beginn des Jubiläumsjahres musste durch die Bürgleiner Wehr ein durch einen Sturm über die Staatsstraße gefallener Baum aus Margarete Rögers Wald beseitigt werden. Wenig später rückte die Freiwillige Feuerwehr Bürglein zum Religionspädagogischen Zentrum nach Heilsbronn aus, wo ein Rauchmelder Fehlalarm ausgelöst hatte.
Bis zum heutigen Tag musste die Freiwillige Feuerwehr Bürglein genau 70-mal ausrücken. Hinzu kommen noch ungezählte Einsätze nach Luftangriffen auf Nürnberg während des II. Weltkrieges. Es gilt jedoch zu bedenken, dass unsere Kameraden einige Male am Einsatzort nicht mehr tätig werden mussten.
In den seit dem Jahr 1960 bis zu unserem 125-jährigen Jubiläum durchgeführten Leistungsprüfungen erreichten folgende 28 Kameraden die Endstufe III/5 beziehungsweise seit Wegfall der Stufe III/1 im Jahr 2001 die Endstufe VI: Konrad Blümlein, Rudolf Zehnder, Leonhard Hacker, Andreas Kolb, Georg Zellert, Georg Wörlein, Herbert Pirner, Willi Vollet, Bernhard Götz, Klaus Eder, Richard Horneber, Helmut Enßner, Gerald Hacker, Rudolf Weidlich, Erwin Hufnagel, Hans Horneber, Peter Strattner, Bruno Rosa, Karl Meyer, Erwin Oheimer, Helmut Hacker, Manfred Gaukler, Werner Besendörfer, Roland Weidlich, Bernhard Brunner, Christian Hacker, Friedhard Hacker und Edelbert Rosa.
In den vergangenen 125 Jahren gab es in der FFW Bürglein 148 Kameraden, die für 25-jährige Dienstzeit geehrt wurden. 77 Wehrmänner erhielten eine Ehrung für 40-jährige Dienstzeit und 15 Kameraden erfuhren eine Ehrung für 50 Jahre aktiven Dienst. Eine Ehrung für 50-jährige Dienstzeit wäre heute nicht mehr möglich, da die aktive Dienstzeit heute frühestens mit zwölf Jahren beginnt und mit dem 60. Geburtstag endet. Bisher wurden insgesamt zwölf verdiente Männer zu Ehrenkommandanten, Ehrenvorständen oder Ehrenmitgliedern ernannt.
Die Freiwillige Feuerwehr Bürglein nahm in den nunmehr 125 Jahren ihres Bestehens an 134 Festzügen in der näheren und weiteren Umgebung sowie im eigenen Ort teil.
Der Mitgliederstand der Freiwilligen Feuerwehr Bürglein lag am 31. Januar 2003 bei 53 aktiven, 36 passiven und 29 fördernden Mitgliedern. Zu den passiven Mitgliedern gehören auch die derzeit fünf Ehrenmitglieder.
Diese Chronik soll zeigen, dass in der Bürgleiner Feuerwehr in den vergangenen 125 Jahren einiges geschah, dass sie vieles für die Allgemeinheit geleistet hat, und dass sich stets zum richtigen Zeitpunkt Männer fanden, die den Verein durch ihr Wirken auf unverwechselbare Weise geprägt haben.
Wenn wir nun vom 20. bis 22. Juni 2003 das Fest des 125-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Bürglein begehen, so tun wir dies in der Hoffnung, dass sich auch in Zukunft Männer und Frauen finden mögen, die bereit sind, einen Teil ihrer Freizeit für den Dienst in der Feuerwehr zu opfern, um Mensch, Tier, Hab und Gut vor Schaden zu bewahren. Wir begehen dieses Fest aber auch im Gedenken an jene Kameraden, die unsere Wehr vor 125 Jahren gründeten und diejenigen, die sie bis zum heutigen Tage lebendig hielten.
Wir wünschen allen Kameraden und Gästen, die anlässlich der Feierlichkeiten zu unserem Feuerwehrjubiläum nach Bürglein/Böllingsdorf kommen, einige vergnügliche Stunden in froher Runde, auf dass sie unsere herrliche Heimat in guter Erinnerung behalten mögen.
im Februar 2003,
Jürgen Hufnagel
 
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