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Gemeindebrief Nr. 70

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Jüngling, ich sage dir, steh auf! (Lk 7, 14)

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

auf der Suche nach einem österlichen Motiv in unserer Gemeinde fiel uns bei der Besprechung für diesen Gemeindebrief das Fensterbild in unserer Johanneskirche ein, das die Auferweckung des Jünglings von Nain (Lk 7, 11-17) zeigt. Da begegnen sich zwei große Prozessionen:

   Auf der rechten Seite ein großer Trauerzug. Die Menschen sind noch gebeugt über den Sohn einer Witwe. Sie waren dabei, ihn auf einer Bahre zu Grabe zu tragen. Die Witwe hat mit ihrem einzigen Sohn zugleich ihren Schutz und Rechtsbeistand verloren. – Irgendwie sind wir alle Teilnehmer an einem Leichenzug. Einmal werde ich der sein, der zu Grabe getragen wird. An einem Grabmal las ich kürzlich die Worte: „Hodie mihi cras tibi“ (Heute geschieht es mir, morgen dir). Ja, unser Leben – ein Sein zum Tode. Nicht nur Philosophen haben schon viel darüber nachgedacht.

Wenn ich an die Stifter dieses Fensterbildes denke, Friedrich und Margarete Zuckermandel aus Gottmannsdorf, dann berührt mich das immer wieder: Friedrich Zuckermandel kam vom Krieg 1870/71 gezeichnet nach Hause und heiratete spät seine 12 Jahre jüngere Frau aus Wendsdorf – im Alter von 38 Jahren. Ihre beiden Töchter bereiteten ihnen große Sorgen. Sie waren krank, die Arztkosten hoch. Trotz aller Mühen starben sie: Ursula im Alter von 11 Jahren, Margarete mit 14 Jahren. Nun ruhte alle Hoffnung auf dem noch verbliebenen einzigen Kind, dem Sohn Georg. Doch zu allem Leid kam dieser 27-jährig 1916 im 1. Weltkrieg ums Leben. Ein langer Trauerzug war das für die Eltern, die nun alle ihre Kinder verloren hatten. Auf diesem Hintergrund wird die Stiftung des Fensterbildes zu einem Glaubenszeugnis, indem die verwaisten Eltern gerade diese Geschichte von der Auferweckung des Jünglings von Nain darstellen ließen. Keines ihrer Kinder wurde wieder lebendig. Und doch hielten sie an ihrem Vertrauen zu Gott fest.

   Hier wird die linke Bildhälfte wichtig.

Da kommt Jesus mit seinen Jüngern und viel Volk – angedeutet in den beiden Personen, die wie Jesus aufrecht stehen. Es ist der Zug des Lebens, der hier dem Trauerzug begegnet. Mit zu Gott erhobenem Zeigefinger stoppt Jesus den Trauerzug. Auf die Worte Jesu hin erhebt sich der Tote. Sein Blick ruht ganz auf Jesus. Für den Evangelisten Lukas ist die Auferweckung des Jünglings von Nain ein Zeichen der Vollmacht Jesu. Er bereitet damit die Antwort auf die sich anschließende Frage Johannes des Täufers vor, ob Jesus der Kommende sei. Ja! Denn Tote stehen auf (Lk 7, 22)! Jesus ist der Kommende! Daran haben wohl auch Friedrich und Margarete Zuckermandel festgehalten. Jesus schenkt der Mutter ihren Sohn zurück. Der Zug oder die Prozession des Lebens stoppt die Prozession des Todes nicht nur, sondern löst die Prozession des Todes auf. Auf diese Begegnung mit dem Zug des Lebens, den Jesus Christus anführt, sind wir immer wieder angewiesen. Gut, dass wir auch durch das Fensterbild in unserer Kirche daran erinnert werden. Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Zeit mit guten Begegnungen.

Ihr Hans Gernert
Nur noch Kaffee mit TransFair-Siegel

An der Weihnachtsfeier für die kirchlichen Mitarbeitenden wurde ein Schild im Gemeindehaus eingeweiht, mit dem sich "Brot für die Welt" für den Beschluss bedankt hat, bei allen kirchlichen Veranstaltungen nur Kaffee aus Bezugsquellen des Fairen Handels auszuschenken.

Umfrage zur Läuteordnung in Bürglein

An der Umfrage zur neuen Läuteordnung in Bürglein haben sich 77 Personen beteiligt, davon 5 anonym. Das Ergebnis:

67 wollten, dass um 11 Uhr wieder mit der großen Glocke geläutet wird.

54 wollten, dass das Vorläuten ebenfalls wieder wie früher geschieht.

Der Kirchenvorstand hat aufgrund dieses eindeutigen Votums die Läuteordnung entsprechend geändert.

Die von manchen angesprochene Dauer des Morgenläutens wurde bereits bei der Neufassung der Läuteordnung von fünf auf zwei Minuten verkürzt.

Krabbelgruppe hat sich neu formiert.
Seit Mitte Januar treffen sich wieder etwa 5-9 Mamis mit ihren Babys bzw. Kleinkindern im Gemeindehaus. In den ersten Wochen wurde gemeinsam ein kleines Repertoire an einfachen Liedern, Finger- und Bewegungsspielen erarbeitet. Die Kleinen zeigen dabei große Aufmerksamkeit und lieben die sich wiederholenden Melodien und Sprechverse. Im Frühjahr und Sommer sind auch „Aktionen“ außerhalb des Gemeindehauses, z.B. ein Fühlparcours im Garten und kleinere Ausflüge in die Umgebung geplant. Neue Gesichter sind jederzeit herzlich willkommen! Wir treffen uns immer mittwochs von 9.30 – 11.00 Uhr.
Sibylle Scheiderer, Petra Vogelhuber

Gemeindenachmittage
 

Am Dienstag, 15. März, berichtet Pfarrer Gernert um 14 Uhr im Gemeindehaus über „das päpstliche Rom“.

 

Am Dienstag, 5. April, ist Renate Schwab um 14 Uhr zu Gast und spricht über „Sebastian Kneipp - ein spannendes Leben mit großer Wirkung“. (Siehe Foto!)

 
Katholischer Kollege führte Lutheraner durch Rom

Unser Windsbacher Pfarrkapitel unternahm eine Studienreise nach Rom und wurde dabei von Dr. Christian Löhr, dem katholischen Stadtpfarrer aus Roth, ortskundig geführt. Mehrere Jahre hat Dr. Löhr an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom studiert und schon etliche Pilgergruppen durch Rom begleitet. Doch mit evangelischen Geistlichen war es für ihn ein Novum. So wurde es eine ökumenische Erfahrung für beide Seiten. Am ersten Morgen zelebrierte Pfarrer Löhr mit uns eine Messe in einer unterirdischen Kapelle des

Petersdomes nahe dem Grab von Johannes Paul II. Und zum Abschluss der Reise nahm Dr. Löhr an einem Abendmahlsgottesdienst in der Christuskirche der evangelisch-lutherischen Gemeinde in Rom teil, in dem Dekan Horst Heißmann über die Verklärung Jesu predigte und darauf hinwies, dass sich Glaubenserfahrungen nicht in Gebäuden und Dogmen fixieren lassen. Freilich, die eucharistische Gemeinschaft war in beiden Fällen nicht möglich. Das gemeinsam gesprochene Glaubensbekenntnis am Grab des Apostels Petrus im Petersdom und des Apostels Paulus in St. Paul vor den Mauern sowie jeweils eine Andacht am Kolosseum und in der Domitilla-Katakombe ließen die Verbundenheit mit den Christen und Märtyrern der frühen Christenheit besonders spüren.

Auch das antike Rom, ein Spaziergang über den Aventin mit dem berühmten Schlüssellochblick, eine Fahrt zur päpstlichen Sommerresidenz Castelgandolfo und eine Begegnung mit dem Würzburger Theologen Dr. Matthias Türk beim Päpstlichen Rat für die Einheit der Christen stand neben dem Besuch der wichtigen Hauptkirchen auf dem Programm. Monsignore Türk vertrat die These, dass ohne das einigende Papstamt die katholische Kirche in viele Einzelkirchen zerfallen würde.

Im Petersdom sind derzeit die Vorarbeiten in der St.-Sebastionskapelle für die Umbettung des 2005 verstorbenen polnischen Papstes Johannes Paul II. zu sehen, der am 1. Mai 2011 durch Benedikt XVI. selig gesprochen und „zur Ehre der Altäre“ erhoben wird. Zu diesem Ereignis werden zweieinhalb Millionen Gäste in Rom erwartet.

In St. Paul vor den Mauern hat kürzlich der Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, Kardinal Kurt Koch, einen Olivenbaum gepflanzt in Anwesenheit des Bayerischen Landesbischofs Dr. Johannes Friedrich. Als lebendiges Denkmal steht dieser Olivenbaum in Verbindung mit einem in der Lutherstadt Wittenberg gepflanzten Baum und will ein sichtbares Zeichen der bis heute gewachsenen ökumenischen Gemeinschaft zwischen dem Lutherischen Weltbund und der katholischen Kirche sein. Durch weitere Patenschaften für die über 500 Bäume des Luthergartens soll bis zum Reformationsjubiläum 2017 ein weltweites ökumenisches Netz gespannt werden.

Pfarrer Gilbrecht Greifenberg aus Wassermungenau hatte nicht nur den Kontakt mit Dr. Löhr vermittelt, sondern auch die Unterkunft im Gästehaus Tabor, das von Abenberger Schwestern geführt wird und sich nahe der Mauern des Vatikans befindet.

Hans Gernert

Passionsandachten mit Bildbetrachtungen

Drei Bilder stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Passionsandachten am 23. und 30. März sowie am 6. April: „Kalvarienberg“, ein Kupferstich von Hans von Windsheim (1482), „Die weiße Kreuzigung“ von Marc Chagall (1938) und ein Ölbild von Wilhelm von Braun aus der Zeit um 1850.

Letzteres ist im Privatbesitz von Pfarrer i.R. Dieter Ölschlegel in Bamberg. Bei einem Besuch durfte ich es abfotografieren. Es zeigt in einer freien Zusammenstellung drei Frauen und den Jünger Johannes am verschlossenen Grab Jesu. Braun hat dieses Ölbild vermutlich für den Betsaal der Evangelischen im Pfarrhaus von Wallerstein angefertigt. Die Signatur ist eindeutig. Im Lauf der Zeit wurde es unansehnlich und schließlich bei einer Pfarrhausräumung entsorgt. Frau Ölschlegel zog es aus dem Müll und ließ es Jahre später restaurieren. Für uns ist es interessant, weil mit diesem Ölbild ein bislang unbekanntes Motiv aus der Feder des Malers Braun aufgetaucht ist. Braun ist uns bekannt durch das Ölbild „Jesus in Gethsemane“, das er 1870 für die Johanneskirche in Bürglein gemalt hat. Lassen Sie sich am 6. April bei der Passionsandacht überraschen!

Osterbrunch gestalten
Am Donnerstag, 31. März, gibt Renata Fuß-Hanak wieder Ideen für die Küche und das Familienleben: „Wir gestalten einen Osterbrunch - praktische Beispiele für kalte und warme Gerichte“. Zur besseren Planung des Abends wird um Anmeldung gebeten bei Karin Gernert (Tel. 09872-7504).
 
OASE-Gottesdienste

Am Samstag, 2. April, geht es im OASE-Gottesdienst (18 Uhr) um das Thema „Fasten“. Dabei ist uns wichtig, dass Fasten jedweder Art das Leben nicht ärmer macht, sondern die Fülle des Lebens bewusster erleben lässt. Mal sehen, welch leckere Fastenspeise anschließend serviert wird…

Am Samstag, 21. Mai, wollen wir im OASE-Gottesdienst (19 Uhr) erstmals ein Abendmahl feiern. Der Jugendchor Gottmannsdorf wird den Gottesdienst im Gemeindehaus mitgestalten.

Kirchenjahresweg im Kirchhof

Derzeit laufen die Planungen für einen „Kirchenjahresweg“, den wir im Kirchhof gestalten wollen. Der Grundgedanke ist, dass das Kirchenjahr mit seinen liturgischen Farben durch Pflanzen und ihre Blüten bzw. Blätter angedeutet wird. Durch das Fällen der Nadelbäume wird eine Neugestaltung des Kirchhofs nötig. Es soll nicht zuviel gepflanzt werden und es wird auf Pflegeleichtigkeit und Verträglichkeit mit der Mauer geachtet.

Ostern in unserer Gemeinde

Am Ostersamstag, 23. April, gibt es wieder ein Osterfeuer am Weißenbronner Graben. Beginn ist um 18 Uhr mit einer Andacht. Die Feuerwehr Bürglein wird sich um den äußeren Rahmen kümmern. Baumabfälle für das Feuer (Äste, Zweige – also keine behandelten Hölzer!) dürfen erst ab 16. April dort abgeliefert werden. Wer vorher Schnittgut ablädt, macht sich strafbar.

Zur Feier der Osternacht am Ostermorgen, 24. April, 5.30 Uhr in der Johanneskirche wird ebenfalls herzlich eingeladen sowie zu den Ostergottes-diensten um 9 Uhr an beiden Feiertagen.

Goldene, diamantene und eiserne Konfirmation

 Die Konfirmandenjahrgänge 1940/41, 1950/51 und 1960/61 sind eingeladen, ihr Konfirmationsgedächtnis zu begehen am Sonntag Jubilate, 15. Mai. Der Festtag beginnt um 9 Uhr mit einem Gottesdienst.

Serenade am Münsterplatz

Am Freitag, 20. Mai 2011, um 19.30 Uhr wird am neugestalteten Münsterplatz eine Serenade mit Heilsbronner Chören, Gesangvereinen und Musikgruppen veranstaltet. Herzliche Einladung ergeht dazu von der Liedertafel Bürglein, die dabei selbstverständlich mitwirken wird.

Bei schlechtem Wetter wird in das Refektorium ausgewichen.

Gabi Großmann

Dr. Traugott Farnbacher kommt am 25. Mai

Am Mittwoch, 25. Mai, hält Dr. Traugott Farnbacher von

Mission EineWelt um 19.30 Uhr im Gemeindehaus einen Vortrag über „125 Jahre Mission und Kirche in Papua Neuguinea“. Dabei wird er uns den geschichtlichen und kirchlichen Kontext unserer Partnerschaften mit Laulu und Kerowagi näher bringen.

Partnerschaftssonntag

Neben der Dekanatspartnerschaft mit dem Partnerdekanat Laulu, die seit 20 Jahren besteht, hat unsere Gemeinde seit bald einem Jahr eine Gemeindepartnerschaft mit dem Partnerdekanat Kerowagi – beide in Papua Neuguinea. Zur besseren Unterscheidung wollen wir von Dekanatspartnerschaft (mit Laulu) und Gemeindepartnerschaft (mit Kerowagi) sprechen.

In Kerowagi, wo einst Pfarrer Hager Missionar war, werden die Christen an diesem Osterfest auch an den Besuch von Volker Behrens, Gerhard Hager und Erwin Steinbauer vor einem Jahr denken. Für sie ist es der Beginn der Partnerschaft mit unserer Kirchengemeinde Bürglein. Damals nannten die drei Reisenden den Glaubensgeschwistern Psalm 23 als Bibelwort für den Partnerschaftssonntag, der zeitgleich mit unserem Partnerschaftssonntag am Sonntag Rogate gefeiert wurde. Das Foto zeigt, wie das vom Dekanat Kerowagi aufgenommen und umgesetzt wurde. Frau Bomoke Ambane, die Frauenbeauftragte des Dekanates und des gesamten Hochlandes, konnte durch Unterstützung aus dem Dekanat Windsbach eine Ausbildung absolvieren. Sie schickte uns die Fotos auf dieser Seite. Mit ihr und anderen ist Gerhard Hager in gutem Kontakt. Telefonisch kamen kürzlich Grüße und Segenswünsche vom Sprecher des Partnerschaftsausschusses in Kerowagi, Max Peter, an Pfarrer Hans Gernert, den Kirchenvorstand und die Gemeinde Bürglein. Bomoke Ambane schickte auch eine Reihe von Fotos.

Wir wollen am Partnerschaftssonntag Rogate, 29. Mai, in Markttriebendorf an beide Partnerschaften denken.

Im Rahmen der Dekanatspartnerschaft mit Laulu unterstützen wir die Jubiläumsfeierlichkeiten in Mesem am 12. Juli zum Gedenken an die Ankunft des ersten Missionars Johann Flier vor 125 Jahren finanziell.

Himmelfahrt in Bonnhof
Das Fest Christi Himmelfahrt feiert die Kirchengemeinde Bürglein gemeinsam mit der Landeskirchlichen Gemeinschaft mit einem Gottesdienst um 9 Uhr im Biergarten Lutz in Bonnhof (bei Regen im Stadel). Als Prediger ist Pfarrer Findeisen, der ehemalige Direktor des Diakonissenmutterhauses Gunzenhausen, eingeladen.

Gemeindeausflug nach Heidenheim
Mit Pfarrer Hans Schlumberger haben wir für unseren Gemeindeausflug am Sonntag, 17. Juli 2011, einen kundigen Führer durch einige Kleinode im fränkisch-schwäbischen Raum. Das vorläufige Programm sieht folgendermaßen aus:
ca. 8.00 Uhr Abfahrt
9.30 Uhr Gottesdienst im St. Wunibaldsmünster Heidenheim/Hahnenkamm
anschließend Führung und Mittagessen in Heidenheim
Besichtigung der ehemaligen Synagoge Hainsfahrt im Ries
Kaffeetrinken
Führung in der Klosterkirche Auhausen
Rückkehr gegen 18.00 Uhr
Anmeldungen sind ab sofort im Pfarramt möglich.

 

 
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